Generationskonflikt – Jung vs. Alt

Der Generationskonflikt ist ein Konflikt zwischen Angehörigen verschiedener Generationen, bes. zwischen Jugendlichen u. Erwachsenen, zwischen den Generationen X und Y, so das der aus den unterschiedlichen Auffassungen in bestimmten Lebensfragen erwächst, wie z. B. die Frage der Rentenabsicherung.

Im Wesentlichen werden Generationskonflikte durch Ablösungsprozesse der jeweils jüngeren Generationen von den Lebensstilen und Werten der älteren bestimmt. Sie können als Autoritätskonflikte interpretiert werden, bei denen eine vom Lebensalter und entsprechenden Erfahrungen hergeleitete Autorität von den nachdrängenden jüngeren Generationen nicht mehr kritiklos hingenommen wird. Die Postmoderne lehrt uns noch ein anderes Phänomen zu berücksichtigen, den der modernen Familie!

Versteht man Familie als ein Ehepaar, das mit seinem(n) Kind(er) im gemeinsamen Haushalt lebt, wird es schwerfallen, diese Lebensform mit „Post-Moderne“, postmodernem Denken zu verbinden. Die klassische Vater-Mutter-Kind-Familie kann in Deutschland nicht mehr als häufigste Lebensform bezeichnet werden. Zum Verständnis der großen Vielfalt familialen Zusammenlebens werden sieben primäre Lebensformen systematisch eingeordnet, die ich später erläutern werde. Hieraus aber resultieren die meisten Generationskonflikte.

Traditionelles Beispiel die Arbeit:

Generationskonflikt – Wenn sich junge und alte Kollegen in die Haare kriegen. – Jung, dynamisch, motiviert! Am Anfang des Berufslebens hat man das Gefühl, man kann Bäume rausreißen. Neue Ideen sprudeln, spannende Veränderungen werden angestoßen. Wenn da nur nicht die älteren Kollegen wären: Sie stellen alles in Frage, wissen es immer besser und sind nur sehr schwer für Neues zu begeistern. Es prallen förmlich zwei Welten aufeinander.

Altbewährt versus unverbraucht

Ältere Kollegen beanspruchen oft einen höheren Status für sich. Denn einerseits sind sie durch hierarchische Strukturen von früher geprägt, als das Recht des Älteren galt. Andererseits bringen sie eine reiche Lebenserfahrung mit, aus der sie schöpfen können, während sich die Jungen in deren Augen erst noch mühsam einarbeiten müssen.

Die Jungen wollen das, was sie gerade gelernt haben umsetzen, wollen sich beweisen getreu dem Motto „Neue Besen kehren gut “. Hierarchiedenken ist ihnen eher noch fremd. Da sind Reibereien und Statuskämpfe vorhersehbar. Doch eigentlich ist die Kombination aus Jung und alt an sich optimal: Die Jüngeren profitieren vom Wissen und Erfahrung der Älteren, die Alten vom frischen Blut und Energie der Jungen. Wenn nur nicht jeder sich selbst für richtig und den anderen für falsch halten würde.

Wer hat hier das wahre Interesse diesen Konflikt zu schüren? Diesem Fragekomplex werde ich auf den Grund gehen. Denn die Wahl, Familie im Hinblick auf die spezifischen Wandlungsprozesse, denen sie im Zuge der Modernisierung unterliegt, sowie die Frage nach ihrer Eingliederung in den Prozess des gesellschaftlichen Übergangs zur Industrie 4.0 zu untersuchen, habe ich zum Gegenstand meiner Arbeit gemacht, und ist in erster Linie bedingt durch mein Interesse an familiensoziologischen Fragestellungen allgemein, wie die meiner eigenen Familie. Aber der kausale Zusammenhang ist im Übergang zur neuen Weltordnung zu suchen.

Veröffentlicht von Joachim Wydra

Geboren 28 November 1939 in Gleiwitz. Naturwissenschaftliches-Studium an der Universität Kaiserslautern 1971-1975.

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