Schöne neue Welt

Schöne neue Welt ist eine vorausschauende Vision von IT-Visionären, die in eine künstlerische und philosophische Vollkommenheit der künstlichen Intelligenz für die Welt streben; an der es dem Buch von Aldous Huxley, 1931 unter gleichen Titel erschienen, in seiner gegenwärtigen Form ersichtlich mangelt.

Aber Schöne neue Welt ist beides, eine „virtuelle Zukunftsvision“ und ein Buch über die Zukunft. Worin liegt der Unterschied?

Nun, Schöne neue Welt von Huxley ist ein Buch über die Zukunft, und ein solches Buch, was immer seine künstlerischen und philosophischen Qualitäten sein mögen, vermag uns nur zu interessieren, wenn seine Prophezeiungen so aussehen, als könnten sie Wirklichkeit werden. Von unserem gegenwärtigen Aussichtspunkt – fünfzehn bis vierzig Jahre weiter unten auf der schiefen Ebene der Geschichte der Neuzeit -, wie wahrscheinlich erscheinen da seine Voraussagen? Was ist in der schmerzensreichen Zwischenzeit geschehen, was die Prophezeiungen aus dem Jahr 1931 bestätigen oder widerlegen könnte?

Das Thema von Schöne neue Welt heute, in der Postmoderne, ist dagegen nicht der Fortschritt der Wissenschaft schlechthin, sondern der Fortschritt der Wissenschaft insofern, als er den einzelnen Menschen betrifft. Die Triumphe der Physik, der Chemie und des Maschinenbaus werden stillschweigend als Industrie 4.0 vorausgesetzt. Und in der Club of Rome Lösungswege für die nächsten Jahrzehnte prognostiziert!

Fazit: Nur mittels der Wissenschaften vom Leben kann die Beschaffenheit des Lebens von Grund auf verändert werden (vergleich Begründung von Stephen Hawking).

Veröffentlicht von Joachim Wydra

Geboren 28 November 1939 in Gleiwitz. Naturwissenschaftliches-Studium an der Universität Kaiserslautern 1971-1975.

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